Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Höhlenwohnungen auf der Fränkischen Alb


Bärenzhöhle / Schwarzes Laabertal


Leben in Höhlen? Eine angenehme Sache? Keine monatliche Miete aufbringen müssen! Keine Nebenkosten haben für Heizung, Strom, Abwasser und was sonst noch! Sondern alles von der Natur ganz natürlich geliefert bekommen! Die Hitze im Sommer und die Kälte im Winter! Das Paradies?

Gewiß nicht. So träumt nur jemand, dem die/seine Natur aberzogen worden ist. So wie unsern Kinder heute! In "Superschulen", die nur zwei Dinge sind. Langsam unbezahlbar und heillos von der "Natur" wegführend.

Aber diese natürlichen Gefühle, die halt wohl nur in natürlichen Umgebungen wirklich entwickeln können, können sich ja kaum mehr entwickeln. Ein Lagerfeuer im Eingang einer Höhle zu erleben. Wer kann das heute noch? Und wenn man es wirklich noch erlebt, dann kommt gleich die Keule mit dem schlechten Gewissen, weil man doch den Tieren ihren Lebensraum raubt damit.

Wer hat denn in Höhlen wirklich gelebt? Der "Bürger", der ja wohl heute den Maßstab abgibt, in seinen steinernen Häusern, der war es nicht, der König in seiner "Burg" oder seinem "Schloß" wohl auch nicht. Am Rand der Gesellschaft lebende Menschen waren das, die Zigeuner, die "Hexen", der "Bettelmann", die "Schreiermaigl"... Komfort war da unbekannt. Fließendes Wasser, Heizung, ein glatter Boden unter den Füßen - all das war diesen "outsidern" nicht gegönnt.

Viele Spuren des Lebens und Wohnens in Höhlen sind heute längst wieder verschwunden. Ein paar gibt es noch. Sehr wenige. Einige Lebensstätten sind durch das reine Wirken der Natur entstanden, so manche wurde erst durch das Wirken des Menschen zur Wirklichkeit.

Auf der Fränkischen Alb, der großen Karstgebiet, das vom Ries im Süden, wo sie an die Schwäbische Alb anschließt, bis hinauf in die Fränkische Schweiz reicht, gibt ein paar vereinzelte Höhlen, die zu Wohnzwecken benutzt worden sind, in dem man feste Einbauten darin dazu gemacht hat. Denen sind die folgenden Zeilen gewidmet. Nicht gemeint sind etwa Höhlen, die nur für kurze Zeit benützt dazu wurden, z.B. für eine Nacht.

Am besten erhalten und am gepflegtesten ist sicherlich das "Haus ohne Dach" in Kallmünz.




Daneben seine noch weitere Objekte hier aufgezählt:

 

Literatur:

Straub, Daniela & Norbert Säuberungsaktion D 434 Felsenwohnung in Gößweinstein, Gut Schluf 21-1991, S. 29ff.
Wagner, Adolf Höhlen- und Felsenwohnungen im fränkischen und oberpfälzischen Raum II.Teil, NHG-Mitteilungen 1-1975, S. 7ff.

Links:

 

 


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