Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Höhlenzitate


Wo kommt überall das Wort "Höhle" im geschriebenen Text vor? An schier unendlich vielen Stellen. Trotzdem mache ich hier einmal einen kleinen Versuch, einige Stellen einmal gesammelt zusammenzutragen, die mir für wichtig erschienen sind. Was am Ende dann herauskommt, wird sich zeigen. Ich fange einmal an....

"Die Nacht schlich im Schatten um mein Zelt und bildete sich im Inneren groß ab gegen die Wände aus Tierhaut. Jemand schlug eine Trommel, ein Indianer öffnete den Mund, sprach sehr leise. Der Tumor war mein Monster. Ich war seine Höhle. Aus mir lugte er, um mein Kind zu ängstigen. Ich stellte mich davor, vergaß, weshalb ich wen schützen wollte." Gomriger, ach 27
"Die Wort "Höhle" weckte daher im Chinesischen von vornherein weniger die Assoziation der "Grotte", also einer geschlossenen Wölbung im Fels oder Erde, die als vorübergehendes Versteck dienen kann, als vielmehr die eines "Durchgangs", eine "Übergangs". Nicht das Dunkel der Höhle an sich, so geheimnisvoll es auch sein mochte, zog die Aufmerksamkeit auf sich, sondern das weit hinten an ihrem Ende schimmernde Tageslicht, das eine neue Welt verhieß." Bauer, China 2
HIER DIE WELT
"Dieser halbe Globus...
Diese Kuppel aus Haut
überm Gewölbe des Fleisches
diese Höhle unterm Herzen
von Engeln mit weißen Kreuzen bemalt
mit tausenden schwimmenden Sonnen.." Fels, S. 140

 

Literatur:

Bauer, Wolfgang China und die Hoffnung auf Glück, dtv, München 1974
Fels, Ludwig Egal wo das Ende der Welt liegt, Gedichte, JungundJung, Salzburg und Wien 2010
Gomriger, Nora ach du je, edition spoken script, Luzern 2015

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