Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Kritische Kommentare und frühere, ansonsten heute nicht mehr verfügbare Webseitentexte


Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder zu aktuellen Vorkommnissen hier auf meiner Webseite immer wieder kurze Stellungnahmen veröffentlicht. Manche sind für mein Dafürhalten Spiegel unserer Verhältnisse, die nicht einfach mit dem Löschknopf wieder zum Verschwinden gebracht werden müssen. Sie sollen hier gesammelt werden.

Auch einige Webseiten mußten vollkommen umgeschrieben werden, weil einfach der Gang der Ereignisse in vollkommen neue Richtungen führte, so daß so manches heute einfach anders läuft. Trotzdem, in den alten Texten steckt schon persönliches Erlebnis und Erfahrung, die immer auch zeitgebunden ist. Manches davon verdient, für mein Dafürhalten, nicht einfach mit der Löschtaste zu verschwinden. Deshalb werden die hier gesammelt.


Oktober 2015 Zurück aus der Internetwüste

 

In der Bibel fndet sich immer wieder der Topos, daß sich jemand für "40 Tage" in die Wüste zurückzieht - aus unterschiedlichsten Gründen. Das ist ein Bild für den Rückzug aus der Gesellschaft, das Kappen der Verbindungen nach draußen, mal weil man sich zurückzieht, um alleine zu sein, um nachzudenken, mal weil man sich gerade auf der Flucht vor anderen befindet (weil auf einmal viel stärker sind und einem nach dem Leben trachten > Elias) und noch aus weiteren Gründen.

So ein Kappen aller Verbindungen habe ich gerade erlebt, auf modernste Weise - obwohl ich es gar nicht wollte. Längst passieren Vorgänge und entstehen Dinge, die oft gar niemand oder wer denn eigentlich wollte!

Es begann Anfang September 2015, nachdem ich mich darauf eingelassen hatte, das neue WINDOWS 10 Programm auf mein Gerät zu laden. Anfangs ging ja alles noch, aber dann benahm es sich immer seltsamer. Auf einmal waren alle eigenen Dokumente verschwunden, nach einer Woche fand ich sie als Unterdatei im Bilderordner. Eine weitere Woche später war sie wieder weg. Es dauerte noch eine Woche, da fand ich sie dann wieder, als Unterordner eines weiteren Bilderunterordners ISLAND 2. Und dann gab es auf einmal einen Hinweis, daß fast alle Programme weg waren. Eine seltsam perfekte Datei zeigte alle Programme an, die "irgendwie" "einfach" gelöscht worden waren. Seltsam war schon, daß hauptsächlich NICHTMICROSOFT-Programme darunter waren, nicht nur, z.B. mein geliebtes FRONTPAGE. So etwas paßt offenbar schon gar nicht mehr in die "modernste" Zeit. 

Praktisch ging dann gar nichts mehr. 

Es dauerte Wochen, bis ich jemand gefunden hatte, der das Knowhow hatte, mir wirklich zu helfen. Er half, putzte die Festplatte, fand nebenbei 6 Trojaner und noch viel mehr Malware, obwohl mir ANTIVIR immer anzeigte, daß alles in Ordnung sei, und leistete die Grundarbeit. Aber bis das ganze Werk vollendet war, lag noch eine weite Wegstrecke bzw. viel Zeitraum vor mir. Schließlich vollendete mein Schwiegersohn Simon die Arbeit, zu der ich nie in der Lage gewesen wäre. Er gehört der Generation an, die mit dem Computer aufgewachsen ist, den E-natives, geht einfach souverän mit diesen Kasten aus Plastik und Metallen um - und was herausgekommen ist, das ist, hoffentlich, bald wieder hier zu sehen.

Es lebe die Zusammenarbeit, das Zusammensein, das Nicht-alles-alleine-machen-Müssen. Die Zeit der "Übermenschen" (Nietzsche) ist wohl endgültig vorbei. So groß kann ein einzelnes Menschenwesen gar nicht sein, um das alles in seinen Kopf/Körper zu bekommen! Das muß ja auch gar nicht sein. Wenn wir alle unsere Stärken zusammen bringen, ausleben, erleben, dann reicht es hoffentlich. Auch für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder und so weiter. Win-Win-Spiele spielen! Solos sind auch ok. Gibt es ein "Nachher"? 

Skepsis ist angebracht. Sehr viele haben keine Kinder. Was der englische Philosoph Edmund Burke einmal als "pact between the dead, the living and the unborn" meisterhaft beschrieben hat, drückt den Grundsachverhalt aus. Sorgen wir uns um deren/unsere Zukunft? Können wir vielleicht ohnehin, eigentlich, nichts, wirklich, tun? Gibt es da "Höh(l)lere Mächte", die das unter/über sich "auskarteln"? 

Zurück zur Erde - Momentan funktioniert mein Computer, noch. Ich habe festgestellt, daß ich das alles mit einem Programm schreibe, das heute, scheinbar, wirklich "out-of-date" ist, aber einfach alles wunderbar (mit Einschränkungen: Ich bekomme gerade mit, daß ich nur noch die Urversion zur Verfügung habe und die auch nur in englischer Sprache. Da ist viel Anpassungsarbeit von mir wirklich notwendig.) liefert, was es soll. Bekommbar scheint es, auf normalem Weg, gar nicht mehr zu sein. FRONTPAGE heißt es. Längst gestrichen von MICROSOFT, inzwischen nur noch auf Wegen wiederherstellbar, die für mich nicht mehr nachvollziehbar sind. Aber es tut seinen Dienst, und supergut für mich. Gibt es, momentan, ein "b/Besseres" (Wie "soll" ich das jetzt schreiben? Keine Ahnung, nicht ganz. Aber ich habe auf meiner Version hier keinerlei "Rechtschreibprüfung")?

First things first - das Ding funktioniert momentan. Ich versuche etwas daraus zu machen. 

Wo anfangen?

> Da tut sich ein riesengroßes Problem vor allen auf: Wie sichern wir unsere Arbeit für die Zukunft? Mit MICROSOFT scheint das sehr schwierig zu sein, da die offenbar in eine andere Richtung steuern! Oder?

 


 

 

Gibt es keine Vereinsabende im Verein für Höhlenkunde in München mehr? (Herbst 2014)

 

Gerade habe ich einen Blick in den Veranstaltungskalender des Traditionsvereins VHM getan. Da steht überhaupt nichts davon drin, daß wir uns irgendwann in den nächsten Monaten wieder treffen würden. Da erfahren wir zwar etwas über den "Tag der Deutschen Einheit". Aber über einen Abend, wo sich die Mitglieder treffen würden? Sollen wir den aus dem Kaffeesatz oder sonst etwas entnehmen?

Wahrscheinlich gibt es ihn auch gar nicht mehr. Er ist, offenbar, eingegangen. Die einzige Alternative zu diesem Gedanken ist, daß wir es für so selbstverständlich erachten, daß wir das gar nicht mehr publizieren müßten.

Das ist in der Tat so bei anderen Höhlenvereinen, aber die schreiben das trotzdem, für all die vielen Vergeßlichen, z.B. auf ihre Homepage im Internet. Die treffen sich z.B. sogar wöchentlich!

Das ist z.B. so in Salzburg und bei der FHKF in Nürnberg. In München?

Leider, Leere.

Ein Höhlenverein ist ein Treffpunkt, ein Ort, wo sich Menschen begegnen, die am Phänomen "Höhle" Interesse gewonnen haben. Wenn man das auch unter einem zeitlichen Aspekt sieht, sollte es die Möglichkeit geben, sich regelmäßig zu sehen. Nicht jeder kann immer da sein, dann sind halt, hoffentlich, andere da. Das ist halt der Vorteil einer Organisation.

Viele Jahre hindurch bildete der VHM so einen Treffpunkt in München. Wir hatten die privilegierte Möglichkeit, uns im Geologischen Institut an der Luisenstraße in München regelmäßig zu treffen (So mancher wird noch an den unvergeßlichen Tag denken, wo wir live erlebt haben, wie der Hagelschauer auf München unsere Autos, die in der Luisenstraße parkten, von oben zerdellt wurden durch tennisballgroße Körner). Dann klappte es, leider, wegen Problemen mit dem Hausmeister, der nicht mehr abends belästigt werden wollte, nicht mehr. Seither sind wir auf "Herbergssuche". Der Vorstoß in Richtung Bayerisches Rotes Kreuz ist gründlich in die Hosen gegangen. Momentan sind wir noch, nach Siemens, bei BMW untergekommen. Quo vadis?

Der Zufall hat immer eine große Rolle in der Entwicklung dieses winzigen Planeten im Weltall gespielt. Vielleicht spielt er auch uns eine Zukunft zu. Daneben gibt es natürlich auch eine "Vereinsleitung" des VHM. Die spielt den "rationalen" Part. Früher hatten wir uns immer, wann ? getroffen. Dann war dieser Termin einfach weg. Ich weiß nicht, welcher Mensch diese Idee gehabt hat und sie auch durchsetzte. Vermutlich war ihm lästig, an den Vereinsabenden auch da zu sein und zu erleben, was halt im Verein gerade los war. Und auch auszuhalten, daß vielleicht keiner mehr kam.

Was nützt es, "neue" Mitglieder anzuwerben? Wenn es keinen "Treffpunkt" und keine "Treffzeit" mehr gibt, die jeder, zuverlässig, ansteuern kann?

Ich wünsche mir tatsächlich die "Alten Zeiten" zurück, nicht wo von der "Überlegenheit aller Arier", was ja angesichts der räumlichen Nähe zum NSDAP-Hauptquartier am Königsplatz nahe liegt, geträumt wurde, sondern wo wir uns nach dem Vereinsabend auch noch am Biertisch im Rhaetenhaus getroffen haben.

Eine neue Version davon bitte, sekundenschnell kommuniziert, ortsgebunden, vielleicht ökologisch freundlich im S-Bahnbereich.

Wer einmal erleben will, wie andere Höhlenvereine ihre Vereinsabende abhalten, im Vergleich zu uns, ja richtig "zelebrieren", mit dem fahre ich gerne einmal an andere Orte, wo das passiert.

Ich mache das sowieso.

To widen my scope.

 


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Zoll und Höhlenforschung


Diese zwei Themen mögen auf den ersten Blick vielleicht so weit auseinander liegen, daß man vermutet, sie würden nichts miteinander zu tun haben. Normalerweise ist da ja heute auch so, weil wir nach dem Entstehen der Europäischen Union und der Einführung des EURO kaum mehr mit den uns vollkommen antiquiert vorkommenden Handelshindernissen und -hemmnissen zusammenkommen. Über das Internet tauchen sie auf einmal wieder auf - wenn man etwa in Ländern wie Thailand oder der Schweiz einkauft.

In der Schweiz habe ich bei der Firma TechTonique etwa eine LedLampe IV bestellt und, endlich, nach Monaten, auch bekommen. Ich würde mich heute nicht mehr dazu entscheiden, jedenfalls nicht mehr auf diese Weise. Vielleicht tragen sich ja auch andere Leute mit diesem Gedanken. Dann sollten vielleicht die folgenden Zeilen lesen!

Von zwei Monaten Lieferzeit war da die Rede und von einem Preis unter 200 Euros. Mitte Dezember 2011 habe ich die Lampe bestellt, mit Mai 2012 habe ich sie bekommen. Man wollte gleich die Zahlung, die ich am 9. Januar 2012 geleistet habe. Der Preis war auf einmal auf 227 Euros gestiegen und zusammen mit der der Überweisungsgebühr auf das Schweizer Konto wurden mir schon 235,50 Euros abgezogen. In dem Betrag waren immerhin schon 17 Euros Porto für Versendung der Lampe der Post enthalten.

Wer nun denkt, daß damit der Kauf endgültig beglichen hätte, der irrt! Mitte Mai 2012 bekamen ich eine Mitteilung der Post bzw. vom Postzollamt, daß für mich eine Sendung eingetroffen sei, die ich in Garching-Hochbrück abholen könne. Wer ein wenig von Kostenrechnung versteht, der weiß, daß auch das Hinfahren zu diesem Ort erhebliche Kosten verursacht. Ein Mittagessen kann man davon sicherlich bezahlen. Dann stand ich da am Schalter und ein fachkundiger Mensch verwies mich auf den Schalter im Nebenraum. Da bekam ich dann die endgültige Rechnung von einem gereiften Zöllner, nachdem ich erst einmal die "Handelsrechnung" vorgelegt hatte. Außerdem mußte ich den Zahlungsausweis dabei haben, aber den wollte er gar nicht sehen. Ich mußte ihm sagen, was ich mir da bestellt hatte, das stellte ihn offenbar zufrieden. Auf Fachchinesisch prüfte er, ob kein Fall für VuB vorlag, Verbote und Beschränkungen. Bei uns ist der Warenverkehr grundsätzlich unbeschränkt, bis auf all die Fälle, wo das nicht der Fall ist, Uranbrennstoff, Panzer, Kinderpornographie zum Beispiel. Er begann zu rechnen, was da alles an Eingangsabgaben für eine Warensendung aus einem "Drittland" anfiel. Drittland bedeutet - die Schweiz ist kein EU-Land, deshalb sich auf Sendungen aus diesem Land Zölle und Einfuhrumsatzsteuer eventuell zu bezahlen. Tja, Das machte dann 6,13 Euros Zoll aus und 44,29 Euros EUST - Einfuhrumsatzsteuer. In der Summe waren das dann 50,42 €, die ich am Kassenschalter zu entrichten hatte. Der junge Mann am anderen Ende der Glasscheibe schob erst einmal meinen 50er in das Prüfgerät auf Echtheit, suchte auf dem Bildschirm seines Computers wohl nach meinen Daten, sortierte meine 42 Cent in sein Münzregal und, endlich, versah die "Quittung" mit dem Stempel "Hauptzollamt München". Ich mußte das gestempelte Exemplar dann noch dem Mann am Abfertigungsschalter zeigen, dann endlich war ich jemand, dessen Ware zum "Freien Verkehr" in der EU abgefertigt war.

Zufrieden war ich allerdings noch nicht. Der Zöllner hatte mir das kleine Päckchen schon am Schalter hingeschoben und gefragt, ob ich nicht nachsehen wollte, was mir das "Gutes" zukam. So konnte er sich eine amtliche "Beschau" sparen. Ich machte den kleinen Karton auf und sah die Bescherung: die Lampe, das Kabel und etwas Packmaterial waren darinnen. Betriebsfertig ist das Ding noch lange nicht. In der technischen Anleitung werde ich auf die "Fixo Duo Petzl" verwiesen, die sehr gut dazu passe. Die habe ich noch nicht und muß mich wohl erst mal bei der Speleothek danach umsehen. So viel Geld für so wenig wirkliche Leistung!

In Laos habe ich im Oudomxay für umgerechnet 7 Euros eine komplette funktionsfähige Elektrolampe auf einem Markt erstanden. Was für ein Unterschied! Einfach, praktisch, gut! So geht es ja auch.

Als ich mich bei dem Zöllner, meine Geplagtheit mit dem derzeitigen System ausdrückend, so äußerte, daß ich wohl besser nie diesen Vorgang in Gang gesetzt hätte, gab er mir irgendwie recht. Wenn ich einfach in die Schweiz gefahren wäre und dort dann dieses "verdammte Ding" gekauft hätte, dann wäre mir die Zahlung von Zoll und EUST erspart geblieben, zum Beispiel! Wer in der Schweiz derzeit Ware bis zum einem Wert von 300 Euro kauft und in das Gebiet der EU einführt, der kann das ohne weiteres tun. Es werden dann keine Eingangsabgaben fällig!

Wer sich also mit dem Gedanken trägt, keine vollkommen überteuerte SCURION zu erwerben, sondern wirtschaftlich vertretbarere Beleuchtungsmittel einzusetzen, dem ist wohl nur der Besuch des nächsten nationalen Kongresses der Schweizerischen Höhlenforscher im Muotathal im September zu empfehlen!

Die Geschichte geht, leider, weiter!

Jetzt habe ich die Lampe, aber wie soll ich sie betreiben? Das ist so, als wenn man Auto verkauft und genau weiß, daß kann auch Treibstoff dafür braucht. Der Treibstoff wird aber nicht mitgeliefert. Darum soll sich der Käufer gefälligst selber kümmern! Ein Beipackzettel in der Packung machte mich darauf aufmerksam, daß der Akkukasten der PETZL DUO-Lampe perfekt dazu passen würde. Tja, wie drankommen? Ich lebe in München ja in einem Speläoeinkaufsparadies mit der SPELEOTEK von Fritzi und Jörg in S-Bahn-Verbindung, so dachte ich mir, daß das Problem lösbar wäre.

So kam ich mit den wirtschaftlichen Realitäten schnell in Kontakt. Was noch immer an unseren Schulen und Universitäten über das Wirtschaften erzählt wird, ist geht an den Realitäten noch immer weit vorbei. Angeblich werden die menschlichen Bedürfnisse erfüllt, da ist schon was dran, aber oft nur in der Weise, daß aus dem, der was braucht, im Grunde nur das meiste herausgeholt werden soll von vielen Firmen. Wo nicht wirklich gut Geld verdient wird, das überläßt man lieber den karitativen Organisationen, staatlichen Reparatureinrichtungen oder mitmenschlichem Sympathiegefühl. Vor allem ums Geld und die Macht geht es, nicht um die Menschen.

So ist das auch hier: Das Batterieteil von Petzl paße perfekt, allein, es gibt es nur zusammen mit einer kompletten Lampe zu kaufen. In der Praxis würde das dann so aussehen: Ein komplettes Lampensystem für ca. 90 Euros erwerben, den Lampenteil abbauen und vielleicht gleich wegwerfen, und dann dieses gelbe Plastikteil an seine Lampe anschließen! Ein Wahnsinn und eine Riesenverschwendung. Jörg, als alter Praktiker, mußte schon um die Tricksereien und Entwicklungsprobleme. Da seien Entwickler, die sich sehr gut mit der Elektronik auskennen würden, aber an der "Mechanik", da würden sie dann scheitern. Da bleiben dann die Kunden im Regen stehen und müssen sich dann irgendwie durchwursteln. Petzl verkauft absichtlich nur das ganze Set, weil es halt selber Lichtsysteme anbietet, deren Markt dann wegbrechen würde. Ein kleiner Unterschied zum TechTonique-System besteht auch, ein vielleicht nicht unwichtiger. Zur Befestigung am Helm gibt es bei TechTonique nur ein abgewinkeltes, fixes Leichtmetallteil. Beim Petzlsystem läßt sich der Neigungswinkel durch ein flexibles System unterschiedlich regeln - die "Mechanik" halt.
Bei der SPELEOTEK gibt es einen neuen Helm mit komplett montiertem LED-System von PETZL für rund 180 Euros zu kaufen! Schier unglaublich, vielleicht nicht gerade Spitzentechnik, aber halt funktionierend und einfach zu bekommen!

Da tut sich vielleicht auch ein wichtiger Second-hand-Markt auf! Werft Eure alten Batteriebehälter nicht einfach weg, sondern gebt sie bzw. verkauft sie weiter! Sie sind richtig Geld wert!

Jetzt gehe ich erst einmal fünf Tage auf dem Jakobsweg von Memmingen bis zum Bodensee wandern. Mal sehen, wie sich dieses Thema dann anläßt.

 

Links:

TechTonique

Speleodiversity

Zoll online - Reisefreimengen

Speleotek

 


 

 

Januar 2012

Altwerden ist eine gute Sache, aber nicht unbedingt leicht. Denn man muß dann damit fertigwerden, daß Bekannte, Freunde, manchmal Familienmitglieder, vor einem nicht mehr sind. Manche gehen plötzlich, von einem Tag auf den anderen, nach einem Unfall zum Beispiel, bei anderen ist das ein längerer Prozeß.

Wie es heißt, ist Dr. Karl Mais, unser "Charly", "nach langem schweren Leiden" am 9. Januar 2012 verstorben. Die Jüngeren kennen ihn vielleicht gar nicht mehr, aber viele, die die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts höhlenforscherenderweise verbracht haben, könnten ihm auch begegnet sein.

Ich habe Charly erstmals bei den Grabungungen in der Schlenken-Durchgangshöhle kennen- und schätzen gelernt. Mehrere Tage verbrachten wir zusammen auf dem Riemannhaus im Steinernen Meer und im Rotwandlgebiet zu, um ein kleines Teilgebiet für das Salzburger Höhlenbuch Band 2 genauer zu erkunden. Er wußte unglaublich viel, bückte sich bei einer kleinen Wasserlacke und zeigte mir die kleinen Luftbläschen, die sich dort durch die Tätigkeit von Lebewesen bilden. Wir saßen stundenlang, zur Vorbereitung des Salzburger Höhlenbuchs Band 2 zusammen und kopierten Dias für die Veröffentlichung. Ích seh ihn noch am Grabe von Gustave Abel, als er Bilder von den Anwesenden bei der Trauerfeier machte. In Wien am Naturhistorischen Museum, wo er ja beruflich lange Jahre tätig war, habe ich ihn mal besucht. Auch dort strömte er so eine große Lebensfreude aus, die einfach ansteckend war. Er wußte genau, wo die Adresse war, wo man den "Höhlenwein" bekam, der von einem den Höhlenforschern zugeneigten Winzer abgefüllt wurde. 2001 gestaltete er mal ganz alleine ein Seminar über den Begriff der "Höhle" in der Rachelsperger Hütte beim Lamprechtsofen - ein wohl für alle unvergeßlich bleibendes Erlebnis, wo sich das schier unerschöpfliche Fachwissen von Charly zeigte. Mir ist immer noch das von ihm sehr lebendig geschilderte Bild von der bereits wieder verschwundenen Höhle in Slowenien im Gedächtnis, von der man heute nur noch den Boden sehen soll, der "Rest" ist schon weg.

Das ist vielleicht auch ein gutes Bild für uns Menschen und unsere Vergänglichkeit. Eines Tages sind wir alle mal "abgehobelt" und von uns bleiben, wenigstens für einige Zeit, nur noch ein paar Erinnerungen von anderen an uns übrig. Und wenn man einer wie der Charly gewesen ist, dann tut die Erinnerung richtig weh, weil er nun nicht mehr "da" ist.

Es bleibt nur noch zu erinnern, daß es ein Leben vor dem Tode gibt.

Die Beerdigung wird am 25. Jänner 2012 um 12 Uhr auf dem Atzgersdorfer Friedhof sein.

ver\ver\vor2002\2001salzhoehle\2001salzhoehle.htm

hoehlen\A\sb\stm\stmr.htm

 

 

 


 

Mai 2009

Aktuell - die erneute Abschaltung meiner Webseite durch OVH

Schon wieder wurde meine Webseite durch OVH abgeschaltet, weil sie geltend machen, daß mein Webtraffic weit das Maß übersteigen würde, das ich durch meinen Vertrag mit Ihnen vereinbart und bezahlt hätte. Sobald ich das gesehen habe, war eine Überweisung von 10 € fällig, die ich auch gleich bezahlt habe. Damit habe ich vielleicht für ein paar Monate Ruhe.

Das Verrückte daran ist, daß es hier nur um ganz wenig Geld geht, an der Oberfläche, aber halt der Schaden ein Vielfaches davon beträgt. Genau in dieser Situation stecken wir in so vielen anderen Lebensbezügen! Aus wenig folgt nicht mehr wenig und aus viel viel, sondern die Verhältnisse stülpen sich immer mehr nach außen - Kleinstes zieht Größtes nach sich, irgend etwas Logisches noch anzunehmen wird immer mehr als glatter Unsinn enthüllt.

Bei mir zeigt der Webtraffic einen riesigen Anteil an "other.html"-Traffic, das ist ein solcher, den ich selber nie angestoßen habe. Die logischte aller Erklärungen wäre, daß andere, Unbekannte, meine Webbeiträge gelinkt haben, diese bei Ihnen auf den Webseiten aufscheinen, aber bei mir verrechnet werden. Meine Nachfrage bei OVH verwies mich leider nur auf GOOGLE, wo ich detailierteste Auskünfte kriegen könnte, allerdings nur gegen das Treibmittel, das unsere Gesellschaft immer mehr auseinandertreibt als zusammenbindet - das Geld! Der Kleine zahlt, soll zahlen, und der Große kassiert, möchte kassieren. Auch hier enthüllt sich die häßlich-grässliche Seite unseres gegenwärtigen konkurrenzlos?üblen? Wirtschaftssystems - das halt das "Gewinnstreben", die "Gier" an die oberste Stelle setzt, an Stelle des "Gemeinwohls".

Lest vielleicht mal: Christian Felber, Neue Werte für die Wirtschaft - Eine Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus. Für mich geht es nur so weiter - oder wir versammeln uns wirklich alle ziemlich in einem echten "Abgrund", der sehr finster wird. Und suchen dann unsere neuen Gurus - übrigens soll "Guru" bedeuten: der Mensch, der sich im Dunkeln am Besten zurecht findet......Höhlenforscher vor!


 

22. Mai 2011 - die Höhle ist noch immer verschlossen! Soll man selber das nötige Werkzeug mitbringen? Schraubenschlüssel und anderes Zeug? Fiel die Öffnung dieser Höhle, die aus geäußerten "Fledermausschutzgründen" seit Jahren schon in der Winterszeit verschlossen wird, irgendwelchen "Sparbeschlüssen" zum Opfer. Kein Geld mehr da, um sie auch wieder aufzumachen? Müssen es wieder die "Bürger" in die richtige Hand nehmen, wenn die "Öffentliche Hand" nicht mehr ihre Aufgaben angemessen erfüllen kann, weil hier halt wieder mal sehr gespart wurde, um die nächste "Steuersenkungsrunde" auch finanzieren zu können?

"Freiheit für die Höhlen!" Vielleicht wäre das etwas für die FdH-Partei. Mutig ist so etwas. Angesichts der Folgen, die so etwas haben könnte. Ein zurückgehender Fledermausbestand zum Beispiel? Zumindest an zählbaren Exemplaren?

Es gibt inzwischen ein krasses Gegenbeispiel. Eine Höhle, die immer, also auch in der Winterszeit zugänglich war, und hohe Fledermausbestände gehabt hat, wurde zugeschlossen. Das Resultat war entsprechend: Die Zahl der auffindbaren Fledermäuse ging um die Hälfte zurück! Lieben Fledermäuse vielleicht auch die "Freiheit"? Angeblich wird ihr "Schlaf" ja "gestört", wenn jemand im "Winter" in ihre Nähe kommt. Das Verhalten so mancher Fledermaus, die sich mir schon in den Weg "gehängt" hat, hat mir ganz andere "Signale" geschickt. Ich sehe vor meinem inneren Auge noch heute eine kleine Maus, die sich im November 2... mitten in einen niederen Gang in der Maximilianhöhle gehängt hatte. Energieökonomisch war das vollkommen unsinnig. Aber sie hing da und jeder mußte seinen Kopf extra tief hinunterdrücken, um an ihr vorbei zu kommen. Ständig verbrauchte sie da ihren angeblich angefressenen Energievorrat für die Winterzeit. Die aus der "Ökonomie" ausgeliehende Figur des "homo oekonomicus" ist unbrauchbar.

Wer hat zum Beispiel untersucht, was bei den Fledermäusen passiert, wenn ein Flugzeug im Tiefflug über ihre Quartiere fliegt? Mitten im Dezember. Niemand ist in ihrer Nähe. Beleuchtet sie, erwärmt sie. Einfach nur der Schall. Ich würde von der Decke fallen und tot sein. Es gibt ja nicht nur Langzeitphänomene wie Verhungern, Knappheit an Ressourcen, wie sie bislang gerne in den Vordergrund geschoben wurden, sondern auch Plötzlichphänomene: Schlaganfall, Herzinfakt. Einmal Knall.

"Es irrt der Mensch, solang er strebt."

Goethe

Ramensteinhöhle

 


 Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Salzgrabenhöhle


"Solltet ihr die Grand Canyons vor den Stürmen abdecken wollen, würdet ihr nie die Schönheiten ihrer Formungen erblicken können."
Elisabeth Kübler-Ross

"Die Aussperrung, die Trennung des Menschen von der Natur gehört in unserer Zeit zu den größten Problemen des Naturschutzes. Sie ist nur dort und nur zu solchen Zeiten zu rechtfertigen, wo es wirklich (und für die Naturfreunde nachvollziehbar) um den Schutz vor Störungen oder Zerstörungen geht. Wären die Ausnahmen intuitiv plausibel, gäbe es auch keine Akzeptanzprobleme. Wo Sperrungen, Betretungsverbote und Wegegebote jedoch keinen ersichtlichen Grund haben, wird man solche Einschränkungen als unangemessen empfinden. Natur, die vorenthalten wird, eignet sich nicht dafür, das Anliegen des Naturschutzes zu verbreiten..."Naturschutzgebiet - Betreten verboten!" ist jedenfalls die schlechteste Werbung für den Naturschutz". Josef H. Reichhoff, Naturschutz - Krise und Zukunft, Berlin 2010, S. 146


Lange war sie Deutschlands längste Höhle. Lange Zeit. Ihr Typ ist ganz anders als die meisten andern Höhlen bei uns. Sie paßt eher hinüber ins Salzburgische. Sie lag da ja auch, bis der Wiener Kongreß im Gefolge des Untergangs Napoleons dazu führte, daß da eine Grenze künstlich gezogen wurde - das Berchtesgadener Land kam zu Bayern, der andere Teil blieb bei Salzburg. Den Bergen ist das, was diese Wesen, die sich gerne selber die "Krone der Schöpfung" zu nennen pflegen, treiben, wohl ziemlich wurscht. Das Wasser fließt, wo es Platz findet und wo der Fels "Löcher" in sich hat, die Luft bläst auch durch, wo es halt geht, und von oben her schmilzt der Kalk eh zusammen wie ein Schneemann, langsam zwar, aber stetig. Nichts hält - alles verändert sich. Trotz allen "Schutzes", den der bayerische Staat auch diesem Naturobjekt zukommenläßt. Vor wem schützt der Staat die Höhle: ... vor allen Kronen der Schöpfung, vor allen.......mit Ausnahmen.... Interessante Geschöpfe sind das, die noch rein dürfen. Höhlenvereinsmitglieder vor allem und "Forscher".

Unforscher und Nichthöhlenvereinsmitglied zu sein, ich glaube, da hat man überhaupt keine Karte mehr, um jemals diese großartige Höhle mehr von innen zu sehen. Warum eigentlich? Im Kern liegt es wohl an der Überbürokratisierung unserer modernen Welt. Für alles gibt es heute "Vorschriften", juristisch alles bestens abgesichert durch Parlamentsbeschlüsse (zumindest in Demokratien) auf allen Ebenen (Landes- , Bundes-, Europa und teilweise sogar Weltebene), die dann auch mehr oder weniger umgesetzt werden müssen / sollten, vielleicht auch werden, mit mehr oder weniger Erfolg. Karrieren hängen dran, Lebensgeschichten, oder auch nicht. An die Bayerische Verfassung zu erinnern, das traue ich mich fast nicht mehr. Wer kennt die denn eigentlich noch??????? Wer versteht die noch??? Noch ein paar Fragezeichen. Schade, denn die Menschen, die sie geschrieben haben, die hatten noch die Erfahrung eines schlimmen Krieges im eigenen Kreuz noch, nicht nur feingepolsterte Sessel. Das waren noch keine "couch potatoes".......

Die Geschichte der Salzgrabenhöhle beginnt mit einer schönen Blumengeschichte. ....

 

Im Sommer 2001 hat mich ein Email erreicht. Michael Diefenbach, der selbst eine Homepage im Internet pflegt, hat sie mir geschickt. Er verbrachte dort seinen Urlaub und versuchte mal, soll ich sagen, "den Verschluß" der Salzgrabenhöhle zu überwinden. Er ging einfach mal zur Nationalparkverwaltung und fragte mal nach. Sein Erfahrungsbericht: "Die Leute waren dort alle sehr freundlich. Und ein Herr, der Name ist mir entfallen (das kann ich sehr gut nachempfinden), erklärte mir, warum diese Höhle verschlossen worden ist. Ich konnte es kaum glauben. Nach seinem Bericht wurde dort vor Jahren große Silvesterpartys abgehalten mit gut 50 -100 Personen. Man kann sich leicht vorstellen, was für ein Unrat sich dort aufgetürmt hat. Vom Bürokratismus keine Spur. Der Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung war sehr nett und hat sich extra für mich Zeit genommen. Wo findet man so etwas noch in einer Behörde? Außerdem gibt es keine Probleme, eine Genehmigung für einen Tag zu bekomme. Mehrtägige Exkursionen sind allerdings Forschern mit klaren Zielen vorbehalten. Höhlenverschlüsse sind bedauerlich, aber wahrscheinlich die einzige Chance, die Höhlen zu schützen".

Die Botschaft hat mich erreicht, allein ich werde einfach nicht glücklich damit. Meine Erfahrung der Vergangenheit spricht dafür, da nicht gleich nur noch das weiße Segel auf dem Boot zu sehen. Hat sich da plötzlich Grundsätzliches geändert. Da gab es eine Regelung, daß sich jeweils nur eine Gruppe in der Höhle befinden dürfe, weshalb es schon am Ende eines Jahres einen Run darauf gab, bestimmte Termine zu besetzen. Der Vorsitzende eines Höhlenvereins mußte unterschreiben, daß die Besuchswilligen Mitglied in einem Höhlenverein seien und nicht nur das. Ich, als damaliger Vorsitzender des Vereins für Höhlenkunde in München, sollte einschätzen, daß diese Leute auch tatsächlich in der Lage seien, so eine Tour erfolgreich durchzuführen. Was hier verlangt wurde, das war typisch für jede Bürokratie. Abwälzen von Verantwortung auf andere, die hoffentlich so blöd, gescheit oder verantwortungslos waren, die Unterschrift zu leisten. Falls dann wirklich etwas passieren würde, dann wäre das halt vor allem eine Sache, die diese Person zu verantworten hatte. Es ist ja wirklich mal was passiert. Da ist eine Gruppe von "Erlebnispädagogenanwärtern mit ihrem "Guru"" drin gesessen. Das Wetter verschlechterte sich, die Wasser stiegen, der Normalausgang war versperrt. Da zeigte sich plötzlich, wie informiert alle waren. Manche wußten ein bißchen was, manche noch weniger, manche gar nichts, manche, das, was wichtig war oder gewesen wäre. Entsprechend waren ihre Reaktionen. Ein Lehrstück...

Ich möchte schon lange mal eine Höhlenfototour in die Salzgrabenhöhle mit den Mitgliedern von HÖPHO unternehmen. Ich empfinde das als etwas, was bislang gesetzte Grenzen durchbricht. "Forscher" waren die Leute, denen die "Bürokraten" mehr als einen Tag in bislang noch längster deutscher Höhle "bewilligten". Was sind die "Fotographen"? Schon die bayerische Verfassung spricht davon, daß die Förderung von "Wissenschaft" und "Kunst" staatliche Aufgabe sei. Bislang fiel halt die "Kunst" mangels entsprechend qualifizierter "Beamter" ein bißchen "hinten runter".

Vielleicht erlebe ich es noch, z.B. beim "Tag des Denkmals" (auch der Naturdenkmäler) im September jeden Jahres, eine Öffnung auch der höchst geheim gehaltenen "Schandtauberhöhle" - zumindest für alle, die dafür konstitutionell geeignet sind.

Für den September 2002 war eine HÖPHO-Fototour in die Salzgrabenhöhle geplant. Alles war eigentlich arrangiert. Allein, die NATUR hat dazwischen gefunkt. Solange haben wir alle in der Schule gelernt, daß, wer der Natur auf die Schliche kommt und deren Gesetze erkennt und dann anwendet, daß "er/sie" sie beherrscht. Ja, und da regnet es einfach. Viel.

Wohl ein bißchen mehr als "geplant". Und da gehen einfach alle Steiganlagen und das neue Biwak einfach hinab da, wo alles mal hingeht - in den Orkus. Sprich: Es gibt sie einfach nicht mehr.

Ich hätte mir nur gewünscht, daß das Wasser auch alle Sperranlagen hinweggeschwemmt hätte. Die Gitterstäbe einfach nach außen pusten. Dem Menschen, dem Verschlimmbesserer, mal zeigen, was Natur ist. Die kann man nicht mit Geldstrafen oder gar dem Einsperren versuchen, zu "verbessern". Verbessern in dem Sinn, daß man ihn "gefügig" macht, sich halt so verhalten, wie es gerade à la mode ist.

 

..wird fortgesetzt

Literatur:

Klappacher, W., Knapczyk, H.,
Gesamtredaktion
Salzburger Höhlenbuch, Band 2, Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg, Salzburg 1977
Lagally, Ulrich et al Geowissenschaftlich schutzwürdige Objekte in Oberbayern - Ergebnisse einer Erstaufnahme, Erdwissenschaftliche Beiträge zum Naturschutz, hrsg. von: Bayerisches Geologisches Landesamt, München 1993, S. 134f.
Meyer, Ulrich Forschungsbericht Salzgrabenhöhle, Atlantis Heft 3/4, 2002, S. 25ff.
Meyer, Ulrich Vom berauschenden Gefühl, die ersten zu sein..in der Salzgrabenhöhle, DER SCHLAZ 98, 2002, S. 20ff.
Keim, Gertrud Hochwasserspuren in der Salzgrabenhöhle, DER SCHLAZ 98, 2002, S. 23ff.

 


Juli 2014

Aktuell:

"Dieter Ahlborn, Deutschlands führender Erdstall-Forscher,.."

Peinlich ist das, wenn ich das lese. Diese Worte stehen in einem Text, den jeder im Internet lesen kann: Ulrichschläger Erdställe im Visier von internationalen Forschern - Waidhofen an der Thaya - meinbezirk.at

Woher bezieht der Verfasser dieses Textes sein Wissen? Wurde es ihm erzählt oder hat er da einfach als Resümée der Gesamtsituation so eingeschätzt? Wie mißt man denn "die Führungsrolle"? Ehrlich, bei Dieter Ahlborn habe ich nie so einen "Vorsprung" gemerkt. Er hat ein ordentliches Buch über dieses Thema geschrieben, mehr auch nicht. Sein kurzes Gastspiel als Vorsitzender des Arbeitskreises für Erdstallforschung war "bescheiden", eine "Führungsrolle", die er mal als Vorsitzender des Arbeitskreises innehatte, erwächst ihm daraus nicht mehr. Und sein unvermitteltes Ausscheiden aus dieser Position wegen für viele überhaupt nicht nachvollziehbarer "Gründe" sprach auch Bände. Statt einer ordentlichen Abwicklung eines Rücktrittsverfahrens wählte er die Strategie des "Bombenwurfs". Sollen die doch aus dem Arbeitskreis sehen, wie sie ohne mich zurechtkommen.

Daß er beim nächsten SFES-Treffen einen Vortrag über Erdställe hält, das zeichnet ihn auch nicht besonders aus. Vor 10 Jahren habe ich das auch schon einmal gemacht, wobei ich mich auf die "Lochsteine und Durchkriechbräuche im Zusammenhang mit den Erdställen" beschränkt hatte. Als "führend" hätte ich das selber nicht gesehen, denn wer weiß denn heute wirklich mehr als all die anderen? Ich behaupte keiner!

Wir dürfen gespannt sein, welche "Peinlichkeiten" noch auf uns warten.


August 2014

Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Aktuell:

Ist einmal nicht genug?


Kaum ist die Rettung aus dem Riesending von Johann Westhauser gelungen gewesen, da passiert schon wieder etwas. Diesmal war es in der Jack-Daniels-Höhle im Tennengebirge!

- Jack-Daniel's-Höhle: Rettung hat begonnen - Panorama - Süddeutsche.de
- Tennengebirge: Schwierige Rettung des Höhlenforschers - KURIER.at

Und sie ist schon wieder erfolgreich abgeschlossen worden! Hoffentlich ist es jetzt vorbei mit der Reihe von Unglücken für das nächste Dutzend Jahre!

Land Salzburg - Landeskorrespondenz


Angesichts der Schwere eine Höhlenunfalls ist das Folgende geradezu lächerlich unbedeutend. Aber im Alltag haben wir halt auch Schwierigkeiten und Probleme. Kleine im Vergleich dazu, aber die plagen uns halt viel öfter.

Zweiter Fakeangriff auf mein Googlemailkonto!

 

Jetzt sind ein paar Tage vergangen und schon wieder scheinen die Unbekannten es zu versuchen. Wieder hab ich so eine Versuchsmail bekommen mit dem Text: "Ausstehend Email" (man bemerke schon einmal den Rechtschreibfehler!)

"Sehr geehrter Gmail-Nutzer,

Ihre beiden eingehenden Nachrichten wurden am ungeklärten Status aufgrund der jüngsten Upgrade auf unserer Datenbank gespeichert. Um den Empfang der Nachrichten  Klicken Sie hier (da steht im Original: http://xflosec.adores.it) um sich anzumelden und warten für Erwiderung.

Wir entschuldigen uns für jede mögliche Unannehmlichkeit und schätzen Ihr Verständnis.

Viele Grüße,

Gmail."

Drüber steht eine Absenderadresse, die sich nicht kopieren läßt und mit "https://" beginnt, irgend etwas dazwischen und "logo_1x.png" endet.

Diesmal habe ich nicht drauf geantwortet! Ich bin doch nicht blöd!


Jetzt scheint die Zeit der Hackerangriffe zu sein. Jemand viel prominenterer als ich ist das gleiche passiert. Die Spur führt nach Zypern und die Spur der Angegriffenen weist ausgerechnet auch nach Salzburg!

Tina Widmanns E-Mail-Account gehackt - salzburg.ORF.at


Vorher:

Fieser Fakeangriff auf meine Emailadresse!

"Ich hoffe du hast dies schnell erhalten, ich bin nach Limassol, Zypern verreist und habe meine Tasche verloren samt Reispass und kreditkarte. Die botschaft ist bereit, mich ohne meinen Pass fliegen zu lassen. Ich muss nur noch für mein ticket und die hotelrechnungen zahlen. Leider habe ich kein Geld dabei, meine kredit karte könnte helfen aber die ist auch in der Tasche. Ich habe schon kontakt mit meiner Bank aufgenommen, aber sie brauchen mehr zeit, um mir eine neue zu schicken. Ich muss unbedingt den nächsten Flug bekommen. Ich wollte dich fragen, ob Du mir 1500 Euro so schnell wie möglich leihen kannst. Ich gebe es dir zurück sobald ich da bin. Das Geld durch Western Union ist die beste möglichkeit. Ich warte auf deine Antwort.

LG, Franz Lindenmayr"

Dann war noch eine Emailadresse mit meinem Namen angegeben mit yahoo.com dabei. Die habe ich hier nicht angegeben, um nicht unnötigen Verkehr mit ihr überhaupt erst zu generieren. So eine Emailadresse habe ich nie gehabt. Sie wurde von den Hackern angelegt, um ihre Betrügerei zu einem Erfolg zu bringen.

Dieses Mail haben leider eine Menge Leute bekommen, die auf meiner Adressenliste für mein Emailpostfach bei Googlemail standen. Natürlich bin ich nicht auf Zypern und in einer Notlage bin ich auch nicht.

 Also auf keinen Fall irgendwelche Geldbeträge einem Unbekannten zusenden! Wohin auch, da keine Kontonummer angegeben ist!

Einige Empfänger des Mails haben sich schon bei mir gemeldet und alle haben verstanden, daß es sich um einen Hackerangriff handelt. Auch viele Telefonanrufe habe ich schon beantwortet. Ein Lehrstück!

Wie erste Recherchen ergeben haben, kamen die Attacken aus Österreich und Nigeria. Ziemlich schnell konnte man auch so manches nicht mehr lesen, weil arabische Schriftzeichen verwendet worden waren.

Thank You for Hacking Me - NYTimes.com

Im Zuge dieser Aktion wurden alle Emailadressen und alle Emails, die auf dem Accout waren, gelöscht, so daß ich wieder bei Null anfange. Wenn also jemand denkt, daß er von mir ein Mail bekommen könnte, nix geht mehr. Alles weg. return to square one. So ist unser modernes Leben. Neuanfang, ungewollt, aber wirklich.


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