Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Lot und seine Töchter und die "Höhle"


 

Im Alten Testament gibt es den heutigen Leser recht seltsam anmutende Geschichte. Nach dem Fall von Sodom und Gomorrha gelingt es nur wenigen, der Katastrophe zu entkommen. Der alte Lot war das und seine beiden Töchter. Sie fliehen und finden Unterschlupf in einer Höhle.

Genau diese Höhle scheinen Archäologen gefunden zu haben. Südlich des Toten Meers, in der Nähe von Safi, dem biblischen Zoar, liegt sie.

Die Darstellung des biblischen Ereignisses war ein immer wieder anziehendes Motiv für Maler. Ein paar Beispiele:

"Loth mit seinen Töchtern" unbekannter Maler in "Saverys Manier" Prehn'sches Kabinett in Frankfurt  
"Loth und seine Töchter" Jacopo Tintoretto Gemäldegalerie Kassel  
Loth und seine Töchter aus der Schule des Jacob de Backer gezeigt auf der Ausstellung "Lust und Laster" im Zentrum Paul Klee, Bern, 2010/2011 1580
Loth und seine Töchter Jan Steen gezeigt auf der Ausstellung "Lust und Laster" im Zentrum Paul Klee, Bern, 2010/2011 um 1668-70

The cave of Hazrat Loot (Lot) (Peace be upon him) is located just above the eastern edge of the Dead Sea. Some traditions refer to this cave as the burial place of Hazrat Loot (Lot).

The prophet Lot (Lut) is mentioned by name 27 times in the Quran in several long passages that relate how he was sent to the people of Sodom. The cities destroyed by God include Sodom, Zeboiyim [Sab'ah], Zoar [Sa'rah], Gomorrah [Amarah], and Admah [Duma]. Q 51:33-34 mentions stones of clay marked by God which were caused to rain down upon the people of Lot (Peace be upon him) as punishment for their sins.

 

 

"n den Huegeln oestlich von Ghor as-Safi (das altertuemliche Zoar) wurde in 1991 eine Hoehle gefunden mit Tonwaren aus dem Fruehen und Mittleren Bronze Zeitalter. Spekulationen verbinden die Funde mit Abrahams Neffen Lot der, laut der Bibel, nach der Zerstörung von Sodom und Gomorrah in eine Hoehle in den Hügeln ueber Zoar gezogen ist." Diese Anmerkung stand lange Jahre einfach so auf dieser Webseite. Inzwischen ist daraus viel mehr geworden:

"Das Leben am tiefsten Punkt der Erde - Das südlich Ghor" / Konstantinos D. Politis >> Nun steht dort das "Museum at the Lowest Place on Earth", das zeigt um was für einen bedeutsamen Platz es sich dort handelt. Und mittendrin - eine Höhle!


In Deir 'ain  'Abata am Südostende des Toten Meeres in Jordanien hat man ein Höhlenheiligtum im 6. Jahrhundert nach Chr. errichtet, das 1988 dann wiederentdeckt und ausgegraben. Es heißt auch "Sanctuary of Agios Lot", weil ein Bezug zur Geschichte von Lot hergestellt wird.

 

 

 

 


 

Literatur:

Heller, Erdmute Halluzinationen am Toten Meer, SZ Nr. 214, 16./17.9.2000
Neev, D., Emery, K.O. The destruction of Sodom, Gomorrah and Jericho. Geological, climatological and archeological background, Oxford Univ. Press, 1995
Politis, K. The 1992 Season of Excavations and the 1993 Season of Restoration at Deir' Ain' Abata, ADAJ, 37, 1993 p. 503-520
Politis, K. Excavations at the Monastery of Agios Lot at Deir' Ain' Abata, 1992, in: Liber Annus XLII, 1992, p. 374-377
Politis, K. Das Leben am tiefsten Punkt der Erde - Das südliche Ghor, Antike Welt 1/2015, S. 73ff.
Schneider, Jens Des Wahnsinns fette Beute, Süddeutsche Zeitung 12. April 2000, S. 18
Wessely Lot 1887, S. 66, Nr. 158

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