Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Dem gedruckten Wort glauben?


Soll man dem, was da alles geschrieben und gedruckt wird, glauben? Eine gesunde Skepsis immer angebracht, auch den eigenen Werken gegenüber. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten, daß man "aus falsche Gleis" gerät.

Es lohnt sich, ein paar dieser Fehlleistungen nachzugehen, auch in der höhlenkundlichen Literatur und der, die sich mit dem Thema "Höhle" beschäftigt.

Gründe für die Fehlleistungen:

- oberflächliches Arbeiten

- fehlende Sachkenntnis

- ....absichtliches Fehlleiten

 

 

 

 

 


Ein paar Beispiele dazu:

Quelle: Text Kommentar
     
Römerreste und Bauernbrot - In der Gegend um Schöngeising lässt sich Geschichte erfahren, VAF, Süddeutsche Zeitung Nr. 191, 19. August 2016, Landkreis Fürstenfeldbruck, R8 "Wer auf den Spuren der Römer wandelnd noch Lust auf einen Abstecher in einen anderen Teil lokaler Geschichte hat, kann zwischen Schöngeising und Grafrath die Sunderburg besichtigen: Wo sind in der Bronzezeit eine Höhlensiedlung befand, wurde im Mittelalter eine Turmhügelburg errichtet. Während von den Mauern heute nichts übrig ist, lassen die Anhäufungen und Senkungen im Waldboden noch ein wenig von dieser Vergangenheit erahnen." Der Fehler besteht in einem einzigen Buchstaben, dem "l" in Höhlensiedlung. Es handelt sich nämlich um eine "Höhensiedlung", da war nie etwas unter der Erde angelegt. Auch im WIKIPEDIA-Beitrag steht: Höhensiedlung! 

siehe: http://www.kraftvolle-orte.de/uebersicht-der-kraftvollen-orte/burgen/sunderburg/

Zwischen Neckar und Donau - DuMont Kunst-Reiseführer
W. Dettelbacher, Schauberg 1976
"Vier größere begehbare Höhlen liegen zwischen Prunn und Kelheim, so die Kastlhänghöhle zwischen Prunn und Essing, die Klausenhöhle gegenüber Essing, die Fischleitenhöhle bei Mühlbach und die bekannteste, das Schulerloch bei Oberau oberhalb Kehlheim." S. 182 Um diesen Fehler zu bemerken, muß man sich auskennen. Die Fischleitenhöhle bei Mühlbach liegt nicht zwischen Prunn und Kehlheim, sondern viel weiter altmühlaufwärts zwischen Dietfurt und Riedenburg, bzw. etwas genauer, zwischen Mühlbach und Meihern. 
http://www.uf.uni-erlangen.de/wp-content/uploads/hattermann.pdf

 

 

 

 

 

 

 

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Literatur:

   

Links:

 


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