Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Das 3. Internationale Höhlenphotographentreffen in Pinarbasi/Türkei

- Third International Meeting of Cave Photographers

 


 

Topkarini-Gebiet in den Küre Mountains, Landschaft und Höhlen im    Buzluk Magarasi
     
Atak Cave   Mencilis Magarasi
     
Küre Mountains, Landschaft und Höhlen in den    

 


Ein türkisches Sprichwort sagt, daß man ein Projekt auf türkische Art und Weise beginnen sollte, auf deutsche durchführen und wie die Briten aufhören sollte. Nun, wie wir gehört haben, soll der Moment, wo eine kleine Gruppe engagierter türkischer Höhlenforscher beschloß, ein internationales Höhlenphotographentreffen anzubieten, sehr "feucht-fröhlich" gewesen sein, so daß das Rational-Kalkülhafte etwas in den Hintergrund getreten war. Metin Albukrek als Photograph und Havva Coltu als seine Assistentin hatten das 2. Internationale Höhlenphotographentreffen in Triest besucht und dort Witterung aufgenommen. 2 Jahre Arbeit lag dann vor ihnen, eine Arbeit für die wir nur dankbar sein können.

Wir, das sind die 20 Photographen aus aller Welt und ihre "Begleitmannfrauschaften", die vom Samstag, den 25. Juli 2015, bis Samstag, den 1. August 2015 in Pinarbasi im Norden der Türkei dabei waren. Dazu kamen dann noch die mindestens 30 türkischen Höhlenforscher, die uns begleiteten und versorgten. Einige waren Wochen vorher schon angereist gewesen und hatten die Höhlen, die wir besuchen konnten, eingerichtet, damit eine reibungslose Befahrung möglich war. Natürlich wurden sie hinterher auch wieder "derigged". Übrig geblieben sind jetzt nur noch schöne Erinnerungen, "new or forged friendships", so das erklärte Ziel der Veranstalter, und eine Menge ausgezeichneter Photos. Ein Buch mit den besten Bildern ist geplant.  Wichtig ist auch der Beschluß, daß es weitergehen wird. Die Tendenz geht in Richtung Puerto Rico, wo sich Kevin Downey besonders engagieren will.

Die meisten Teilnehmer kamen am Samstag mit dem Bus die 470 km von Istanbul nach Pinarbasi. Vorausgegangen war in der Nacht zuvor ein "Dinner" im Giritli Restaurant in Istanbul. Der Ort war wohl gewählt, eine Art türkisches "Hofbräuhaus", viel Lokalkolorit und ausgezeichnete Küche. Alte Freunde trafen wir dort und viele Unbekannte, nebenan feierte eine große Gruppe junger Türkinnen einen Junggesellinnenabschied, der Auftritt einer Bauchtänzerin weckte in uns Orientgefühle - ein gelungener warming-up-Abend.

Übernachtet haben wir (Verena Grüneis, aktive Höhlenforscherin mit Modelmaßen und leuchtend-blonden Haaren und ich) im Alilass-Hotel in der Altstadt Istanbuls, ein renoviertes kleines Hotel, das recht empfehlenswert ist. Dort trafen wir dann auch auf Conny und Rainer Straub, das andere deutsche Phototeam. Lustigerweise hatte das Zimmer kein Fenster, aber ein Photo von einem Fenster an der Wand. Für eine Nacht reichte es.

Am Samstagmorgen war der Treffpunkt für die Busabreise "10:00 sharp" vor der Hagia Sophia Kirche mitten im Zentrum Istanbuls. Ein Berg von Höhlensäcken und Rollkoffern markierte den Wartepunkt. Der weiße Bus kam ziemlich pünktlich (fast alle Busse in der Türkei sind weiß) und brachte uns  nach stundenlanger Autofahrt erst hinaus aus Istanbul, dann über den Bosporus und auf der vierspurigen, nur wenig verkehrsreichen Autobahn Richtung Ankara, später auf breiten Landstraßen Richtung Karabük-Kastamonu. Bei Karabük liegt eines der größten Eisenvorkommen der Welt, das schon seit vielen Jahren ausgebeutet wird. Entsprechend sieht es dort auch aus. Danach kommt man wieder in die "heile Welt", den Nationalpark der Küre Mountains, in dem mittendrin Pinarbasi liegt. Unübersehbar war, daß dort unser Höhlenphotographentreffen stattfinden würde, denn auf großen Anschlägen wurden die Leute darauf aufmerksam gemacht, auch am Rand des örtlichen Fußballfeldes.

Als Tagungszentrum hätte man keinen besseren Platz wählen können als das Paskonagi, ein fast 200 Jahre altes Holzhaus mit 8 Räumen bzw. 24 Betten, das man mieten kann. Fast wäre es schon von einer Bäckerei zum Holzpreis gekauft und niedergerissen worden, aber in letzter Sekunde machte der WWF noch Geld locker und erwarb das Anwesen. Es ist jetzt renoviert und könnte wieder genutzt werden. Draußen gibt es auch einen großen Campingplatz, eine Toiletten- und Duscheinheit und einen Küchenblock. Die Unterkunft war in kleinen Einzelzimmern, im großen Gemeinschaftsschlafraum oder im Zelt draußen möglich. Alle konnten untergebracht werden.

Für die Verpflegung war die Küchenmannschaft zuständig, die fleißig ihrer Aufgabe nachkam. Morgens gab es ein Frühstücksbüffet, das, typisch türkisch, fast immer aus den gleichen Elementen bestand: Tomaten, Gurken, Oliven, Schafskäse, Butter, Brot, Tee oder Kaffee. Gelegentlich lagen dann auch noch gekochte Eier, gerührte Eier oder ein kleiner Kuchen auf der Anrichte. Gegessen wurde dann an den langen großen Holztischen im Schatten des alten Holzhauses unter einem immer blauen Strahlehimmel in immer wechselnen Grüppchen.
Für unterwegs gab es ein großes Lunchpaket, das vorbereitet bereit lag, incl. einem Kaltgetränk von NESCAFE, einem der Sponsoren der Veranstaltung.
Abends bekamen wir immer ein reichliches feines abwechslungsreichen Essen - vom gegrillten Fisch bis zu vegetarischen Leckerbissen, und immer ein Stück Wassermelone zum Schluß.
Wichtig ist ja auch die Versorgung mit Getränken, die profimäßig über einen ständig gefüllten Kühlschrank mit viel EFES und anderen Flüssigkeiten auf Vertrauensbasis mit Strichliste abgewickelt wurde. Wer anderes Geistbeeinflussendes wollte, der hatte es entweder schon dabei oder erwarb es in einigen kleinen Läden im Dorf.

Die Kosten für die ganze Veranstaltung hielten sich sehr im Rahmen. Die Grundkosten für die Teilnahme betrugen 250 Euros, womit die Übernachtungen, die Mahlzeiten und der Transport zu den Höhlen bezahlt waren. Der Transport von Istanbul mit dem Bus nach Pinarbasi kostete 70 Euros. Wer nicht auf dem Campingplatz schlafen wollte, sondern in Einzelzimmern im Haus, den kostete das noch einmal 40 Euros extras.

Die Italiener, die Franzosen, die gemischte Damengruppe aus der Schweiz, Brasilien und Deutschland und ein Teil der Amerikaner kam mit eigenem oder gemietetem Fahrzeug. Das ist nicht immer ungefährlich. Ein Auto donnerte über einen auf der Straße liegenden Reifen und wurde beschädigt, was auch zu nicht alltäglichen Erfahrungen führte, wie man so etwas auf "türkische Weise" regelt. Ansonsten konnte man fast kein Geld ausgeben, außer für die Getränke, da man sich weit weg von unserer Shoppinggesellschaftskultur aufhielt. Am letzten Tag wurden noch auf einem eigens aufgestellten Stand lokale Produkte angeboten, was ja durchaus legitim ist.

Murat Egrikavuk, eletrical engineer, erfahrener Höhlenforscher und wohl so etwas wie das matermind der Veranstaltung, sprach die Eröffnungsworte.  Metin Albukrek, environmental eng., spielte ergänzend dazu den "announcer", den humorvollen Clown, aber auch den Warner (z.B. daß man sich nicht einfach im Freien beim Umziehen auf den Boden stellen sollte, sondern etwas zum Unterlegen dabei haben sollte - wegen der Zecken). Das Motto: "Zero accidents", was dann auch glücklicherweise in den Höhlen so kam. Auf dem Weg zu den Höhlen rutschte aber so mancher aus, verknackste sich den Arm oder den Fuß, wurde verdauungskrank, aber aufs Ganze gesehen lief alles glatt. Zum jederzeit bereitstehenden Organisationsteam gehörte dann auch noch Havva Yildirim Coltu, philologist/educational consultant, auch eine sehr erfahrene Höhlenforscherin, die auch wesentlich dazu beitrug, daß all die kleinen Unebenheiten, die einfach bei so einer großen Veranstaltung auftreten, wieder geglättet werden konnten. Und dann war da noch Emine Azak, architect, die immer energiereich und überall hilfsbereit das Geschehen mitgestaltete. Die Liste der Organisatoren weist dann auch noch Alit Ethem Keskin aus, electronic engineer, diver & photographer, aus.

Nach dem Essen sollte es dann Präsentationen geben, um dem Thema Höhlenphotographie gerecht zu werden. Mir wurde aufgetragen, den ersten Vortrag zu halten, was ich gerne getan habe. Ich zeigte Bilder von Lavahöhlen auf den Galapagosinseln, ein Thema das an Exotik kaum zu überbieten ist. Dazu paßten dann auch als Abschluß meine neuesten Photos von der größten Magmakammer der Welt auf Island, keine zwei Wochen alt, die verstörend fremde optische Eindrücke von der Unterwelt in unserer Erde liefern. Philippe Crochet zeigte hinterher eine seiner unüberbietbar phantastischen Diaschauen, diesmal mit dem Thema, daß ein Höhlenphotograph zu Petrus in den Himmel kommt. Dieser zeigt sich als ziemlich unwissend über den Zustand unter der Erdoberfläche, über die "grand volumes", "l'eau", "makro" usw.. Das Ende vom Lied? Petrus schickt den Höhlenphotographen wieder zurück, damit der weiter den Menschen über die Schönheiten der Höhlenwelt berichten kann. Der Ausdruck "Großes Kino" paßt da ja nicht, da kein Film gezeigt wurde, aber in diese Richtung darf das Lob für diese Meisterleistung schon gehen.

Auch an den folgenden Abenden wurden mitgebrachte Photos und ganze Shows gezeigt. Manches paßte gar nicht, weil Themaverfehlung, manches schlug sämtlichen Fässern die Böden aus. Zu den Highlights gehörte sicherlich die zweite Show von Philippe und Annie, in der unschlagbar humorvoll der Lebenslauf eines Elektonenblitzes geschildert wurde. Mir gefiel besonders gut noch Kevin Downeys Beitrag über die Entwicklung der in der Höhlenphotographie eingesetzten Kameras vom Typ Nikonos und ähnlichem Schlag, und Paul Dolds Vortrag über die Höhlenforscher, tief triefend vor englischem Humor (...unbedeckte Höhlenforscherteile in der Rückansicht).

Eine Idee wurde nicht stark genug verfolgt, allenfalls in Ansätzen, die aber zum Kernbestand künftiger Treffen gehören könnte. Wir haben ja jeden Tag andere Höhlen besucht und Photos gemacht. Am nächsten Tag gingen dann andere Leute in diese Höhlen und machten wieder Bilder. Man hätte einfach abends so eine Art Photonachlese des Tages machen können, damit andere rechtzeitig Anregungen und Hinweise in Bezug auf die verschiedenen Höhlen bekommen, die sie dann umsetzen hätten können. Ein wenig passierte das schon, zum Beispiel als Rainer Straub von seiner Tour in die Ejder Cave berichtete. Nachmittags ab 16.30 Uhr sei dort der beste Lichteinfall, berichtete er. Am nächsten Tag schon standen wir dann tatsächlich dort und erlebten etwas, wofür die englische Sprache das Wort "flabbergasm" hat. Wir waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und an den Brennpunkten der Höhle standen ausgezeichnete Modelle. Besser ging es nicht. Schnell sprach sich das herum und am nächsten Tag war schon die nächste Gruppe dort.

Die Höhlen, in denen wir photographieren konnten, waren gut ausgesucht. Für alle Schwierigkeitsgrade gab es etwas. Vom Riesenschacht mit Abseilstrecken von zweimal 90 Metern, über eine sehr sportliche Höhle mit vielen Seilquergängen und einem wenig besuchten schönen Teil, der nur mit Socken begangen werden sollte, bis zu gemütlichen ausgebauten Horizontalhöhlen, die wegen ihres Tropfsteinschmucks und ihren Riesendimensionen bemerkenswert waren. Sogar Neuland wurde gefunden! Paul Dold, der sehr schluferfahrene Engländer, zwängte sich in einer ohnehin teilweise schon sehr engen Höhle noch ein wenig tiefer hinein in den Berg und erreichte einen bis dahin noch vollkommen unbekannten Teil. Hereingewehte Blätter zeigten, daß er nicht mehr weit von einem weiteren Eingang in die Höhle entfernt war. Eine Überraschung erlebte er dann auch noch: Er war nicht der erste an diesem Platze gewesen. Menschliche Knochen lagen herum und zeigten, daß vor vielen Tausend Jahren schon jemand hier beerdigt worden war.

Am letzen Tag wurde die Höhlenbesuchsroutine unterbrochen. Vormittags gab es die Gruppenbildzeremonie mit Philippe als buchstäblichem "Oberphotographen" (er hatte auf den Holztisch im Freien noch einen Tisch und noch sein großes Stativ draufgesetzt, um eine bessere Perspektive von oben zu bekommen) und eine technische Session, wo einige Photographen von ihren Tricks und Kniffen berichteten und ihre Ausrüstung vorstellten. Bemerkenswertes hat sich ja in den letzten Jahren getan und so bekam man einen guten Überblick, was heute so der "state of the art" ist. Philippe Crochet brachte dann noch ein wenig nützliche Theorie rund um die Höhlenphotographie uns nahe, was ihm im Moment keiner nachmachen könnte. Einen Rat vor allem gab er uns, der so einfach ist, daß man sich wundert, daß er ihn gegeben hat. Man solle sich mehr Zeit nehmen beim Fotographieren. Nicht einfach an einer fotogenen Stelle schnell das Stativ aufbauen, Blitze austeilen, Personen positionieren und dann drauflos fotographieren, sondern erst einmal sich umsehen. Die Positionen wechseln, schauen, schauen und noch einmal schauen. Und dann erst loslegen.
Dann wurde es Zeit, über die Zukunft der Internationalen Höhlenphotographentreffen nachzudenken. Es hat da ja leider unschöne Unstimmigkeiten mit den Spaniern gegeben, oder mindestens mit einem. Es wird ja nächstes Jahr wohl ein eigenes Treffen im Norden Spaniens geben, aber das wird nicht wirklich offiziell anerkannt. Ein paar grundsätzliche Entscheidungen wurden im Forum getroffen. Jedes Land soll nur mit einer Stimme dabei sein (offen ist dabei natürlich, wer der Repräsentant sein soll - ein schwieriges Problem möglicherweise, wenn man sich nicht untereinander versteht, siehe Erfahrungen innerhalb der UIS). Der Zweijahres-Rhythmus soll beibehalten bleiben. Philippe und Annie stellen sich als organisatorischer Kern zur Verfügung. Drei Vorschläge für weitere Treffen wurden präsentiert: Puerto Rico von Kevin Downey, Carlsbad Caverns (Dan Legnini) und Iran (Yones Shariatmadari). Im Hintergrund gibt es natürlich noch mehr Länder, die infrage kommen: Brasilien, Japan, Deutschland. Es sieht so aus, als würde Puerto Rico das Rennen machen.

Dann ging es im Fahrzeugpulk los in Richtung auf den Wasserfall von Ilica. Im Dorfgasthaus wartete man schon auf uns. Gözleme wurde für uns gebacken, Ayran, das typische Sauermilchgetränk, floß in Strömen. Auch der Chai, ständig frisch gemacht in einer speziellen mit Holzspreißeln beheizten Apparatur, fand Abnehmer. Anschließend ging es dann in einem 15minütigen Spaziergang hinunter in den Talgrund, wo der herrliche Wasserfall von vielen Besuchern richtig belagert wurde. In den tiefen weiten Becken darunter tummelten sich die Badegäste, worunter die auch viele der Träger der weißen T-shirts mit dem Aufdruck "Third International Caver Photographers Meeting" waren. Am späten Nachmittag trudelten dann alle wieder beim Pasa Konagi ein. Gemeinsam ging es dann zu Fuß in den Ort zum Saal im Gemeindehaus. Der große Schlußakt stand noch bevor: die Präsentation der besten Photos, die während dieser Woche gemacht worden waren. Jeder Photograph sollte fünf seiner Lieblingsbilder bei Philippe Crochet bis Mittag abliefern, der dann eine gemeinsame Schau daraus zusammenstellte. 5 mal 20 - das ergab 100 Photos. Normalerweise ist das nicht zu viel, aber wie sich herausstellte, am Ende doch mehr als genug. Jeder Photograph sollte zu jedem Bild noch einen Kommentar abgeben, warum er gerade dieses Bild ausgewählt hatte, was oft erhellend und humorvoll war, gelegentlich aber auch zeigte, daß nicht jeder über rhetorische Qualitäten verfügt.

Der Saal war voll. Die Bürger von Pinarbasi waren ja auch eingeladen und nahmen die einmalige Gelegenheit war. Sogar ein paar Frauen waren darunter. Nach den Eröffnungsworten von Havva kam der Bürgermeister zu Wort, der auch darauf hinwies, daß man gerne etwas mehr Tourismus in der Gegend haben würde, um den Wohlstand der Bevölkerung zu heben. Die Höhlen könnten dabei ein gewisse Rolle spielen, aber nur sehr wenige eignen sich überhaupt nur für solche Zielvorstellungen. Wir Photographen wurden vergattert, bei unseren Präsentationen der Photos keine Namen von Höhlen zu nennen. Verständlich, denn so manche Höhle bleibt aus Schutzgründen besser in der Öffentlichkeit unbekannt. Die ganze Bandbreite möglicher Höhlenphotomotive wurde gezeigt: vom glänzenden Höhlenraumbild mit riesigen Tropfsteinen bis zu gezielten Actionshot, vom ästhetischen Traumbild bis zum verbesserungsfähigen Durchwinkphoto. Mit der Dauer der Show nahm die Besucheranzahl immer mehr ab. Viele hatten genug gesehen.

Es ging zurück zum Camp, wo die Luft heraus schien. Doch unsere drei Belgier ließen die Begeisterung noch einmal hochkochen, als sie ganz zum Schluß ein brillantes Feuerwerk von Höhlenphotos zeigten. Kein Auge blieb trocken. Danach gab es noch etwas Disco und ein wackeres Grüppchen von Durchhaltern machte sogar mit, angereizt von Emine. Nicht lange ging das gut. Dann war die Ortspolizei da und forderte die Nachtruhe ein. Die Lichter verlöschten. Ein schöner Tag war vorbei.

Ein letztes Frühstück. Typisch türkisch mit Gurken, Tomaten..... Großer Abschied. Viele Umarmungen. Wehmut. Große Tage, schön, daß sie gewesen.

Noch einmal vielen, vielen Dank an unsere türkischen Höhlenforscherfreunde. Ihr habt alles gegeben und Herausragendes hervorgebracht. Was für ein Glück, hier dabei gewesen sein zu dürfen. Hoffentlich wird aus dem Buchprojekt etwas. Dann hätte ein außergewöhnliches Ereignis einen würdigen gedruckten Niederschlag gefunden.

Sehr viele fuhren gleich zurück mit dem Bus nach Istanbul, aber immerhin 13 von uns trafen sich 2 Tage später wieder in einem typischen Lokal abends in Göreme. Die Italiener, die Franzosen, das Mixedteam unter der Schweizer Fahne und ein halbes deutsches Team. Bereut haben wir das wirklich nicht, denn dort liegt eine weitere türkische Traumlandschaft. Murat hatte für uns einen Besuch der Mazi-Höhlenstadt arrangiert für den nächsten Tag. So wirken die in Pinarbasi geknüpften Kontakte schon weiter. So ist das ganze "Unternehmen" "Internationale Höhlenphotographentreffen" ja auch gedacht!

 

In Istanbul vor der Hagia Sophia

- erstes Aufeinandertreffen

     
In Pinarbasi

- das Camp

     
Begrüßungstrunk und

Vorstellung der Organisatoren

     
Der Bürgermeister von Pinarbasi
bei seiner Eröffnungsrede
 
     
 
     
 
     
Murat beim Beamervorbereiten

Alex, jüngster Teilnehmer, bei der
Einweisung ins Speläoequipment

     
Morgens beim Aufbruch zu den Touren

Abends beim Auswerten der Ergebnisse - die belgische "LachenMach"-Truppe

 

     
Die Riverside Laundry

und der Drying Tree

     
Philippe, der "Hochphotograph", bei der inzwischen schon traditionellen Gruppenaufnahme

Die Teilnehmer, noch locker
vor der "Großen Aufnahme"

     
< das tolle Organisationsteam
     
Mittag beim Ilica Selalesi, dem herrlichen Wasserfall
     
Große Abendgala im Gemeindesaal
     
Philippe beim Zusammenstellen
der Gruppenpräsentation

Havva vor ihrem großen Auftritt

     
Küchenteam und einige türkische Höfos aus dem Team der Guides

Das Campgelände

     
Nach dem Restaurantbesuch der "Kappadokiengruppe" in Göreme  
     

 

Literatur:

ohne Verfasserangabe Third International Meeting of Cave Photographers, Pinarbasi Kastamonu Turkey 2015
Straub, Rainer Underground Turkey, Descent (247), Dec/Jan 2015/2016, p 20ff.

Einige Links zu Webseiten von Teilnehmern:

Crochet Philippe, photographe du monde minéral et de la spéléologie / Turquie (Juillet 2015) - Nouveautés

Danieli Antonio
Fotos & Bilder von Antonio Danieli 2 - Fotograf | fotocommunity

Dold Paul - Beyond The Darkness

Gerber Vincent
Photo spéléo - SpéléoVig

Goto Satoshi - Goto's collection of cave photography | TOKYO SPELEO CLUB

Kevin Downey Photography :: Lascaux Digital Imaging

Lee Daniel - Third International Meeting of Cave Photographers | Daniel Lee Photography

Lindenmayr Franz - Mensch und Höhle / man and cave

Straub Rainer - CAVE-, KARST and NATURE PHOTOGRAPHY - Home / CAVE-, KARST and NATURE PHOTOGRAPHY - New

Vico Ferrer Rico - espeleovictor / Third International Meeting of Cave Photographers - YouTube

Links:

third meeting 2015 - welcome to the website of international meeting of cave photogrphers

ICPM - Die Internationalen Höhlenphotographentreffen


Landschaft und Höhlen in der Türkei

 


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